Kieferknochenentzündung

Zähne, Kiefer, Aphten...

Zähne gehören zu den Körperteilen, die man am liebsten gar nicht spürt, die sollen nur ihre Arbeit tun, nämlich fest zubeissen und malmen.

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JuNy
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Kieferknochenentzündung

Beitrag: #35471 JuNy
23.11.2015, 13:57

Hallo zusammen,

ich quäle mich seit Jahren mit meinen Zähnen rum. Zurzeit "heilt" eine Knochenentzündung im Oberkiefer aus. Vorletzter Zahn links oben (letzter fehlt) und letzter Zahn rechts oben. Ich war vor 4 Monaten bei einer Spezialistin die die Zähne nach Pfusch meiner alten Zahnärztin behandelt und gefüllt hat. Sie meinte ich habe eine Knochenentzündung, aber jetzt sollte es besser werden. Ich wurde während der Behandlung mit Amoxicillin 1000 versorgt. Anfang Oktober bin ich dann mit einem Schnupfen vom Urlaub gekommen, der zur einer Nasenebenhöhlenentzündung wurde. Ab zum HNO, Aamoxicillin 750, Kortison Spray und Emser Salze. Am 16.11 wieder HNO da die Schmerzen (pochen, ziehen, drücken, stechen) an den beiden Seiten nicht aufhörte und weiter in die Wangen und Kiefergelenke zog. CT ergab nichts, alles abgeheilt. Radiologe sagte das selbe. 18.11 DVT, keine chronische Sinusitis. Heute Zahnarzt. Er meinte das liegt an meinem leichten Schnupfen (wirklich minimal) das ich solch extreme Schmerzen habe. Hat sich DVT 5 Min angeschaut, nichts zu erkennen, pflanzliche Mittel aufgeschrieben damit der Schleim abläuft (da ist kein Schleim, aber ok...). Freitag Kontrolle. Muss alle 2 Tage eine IBU 600er nehmen. Das kann doch nicht sein ernst sein, dass das von der abgeheilten Nebenhöhlenentzündung kommt. Ich hatte nie Probleme mit Zähnen und gleichzeitig schnupfen, egal wie schlimm der war. Es schmerzen auch eindeutig nur die beiden Regionen bei den behandelten Zähnen. Was meint ihr dazu? Habt ihr auch solcher Erfahrungen? Hab zur Sicherheit noch einen Termin nächste Woche bei der Spezialistin.

rio
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Beitrag: #35472 rio
24.11.2015, 09:43

Hallo,

ich hatte auch mal so eine Entzündung im Knochen, war auch recht schmerzhaft.

Aber wenn die Sinusitis abgeheilt ist, dann würde ich mal vermuten, davon kann es nicht mehr kommen.

Würde vielleicht noch etwas abwarten, mich schonen und dann noch einen weiteren Zahnarzt bemühen.

Ach so, Du gehst ja sowieso noch zur Spezialistin, ist ja schon nächste Woche. Da heißt es dann wohl in Geduld üben...
Zuletzt geändert von rio am 26.11.2015, 17:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Udo
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Beitrag: #35477 Udo
24.11.2015, 20:39

Ich kann mir vorstellen, das so eine Entzündung auch auf die Zahnnerven schlägt. Und die reagieren ja leider sehr heftig. Vielleicht muss man ja tatsächlich etwas Geduld haben, oder auch, wie Rio sagte, einen zweiten Zahnarzt befragen.

JuNy , Was mir nebenbei zufällig auffiel, hattest Du nicht schon einmal vor ca. 2 Jahren unter anderem Namen im Chorea Forum geschrieben?

Gruß, Udo
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ShlomoSchwarz
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Beitrag: #35502 ShlomoSchwarz
01.12.2015, 13:40

Würde auch vielleicht nur zu einem Spezialisten gehen. Hattest du denn vorher eine entzündete Wurzel? Kannst dir auch mal was von der Seite durchlesen zu dem Thema: http://www.xn--zahnrzte-mnchen-3kb82b.d ... ungen.html

Hier steht: "Führt die Zahnnerventzündung (Pulpitis) zu einem unkontrollierten Absterben des Nervs, kann sich die Entzündung auf den die Wurzel umgebenden Zahnhalteapparat und Knochen ausbreiten (apikale Ostitis).

Dies ist für den Endodontologen auf dem Röntgenbild als dunkler Punkt an der Wurzelspitze sichtbar, da Mineralien, wie Calcium und Magnesium, durch die Entzündung aus dem Knochen herausgelöst werden. Röntgenstrahlen treten somit leichter durch den Knochen hindurch und belichten (schwärzen) den Röntgenfilm stärker. In ausgeprägten Fällen durchbricht die Entzündung den Knochen und bildet einen mit Eiter gefüllten Hohlraum (Abszess). In diesem Stadium haben Patienten häufig sehr starke Schmerzen.

Entleert sich der Abszess durch die Knochenhaut und das Zahnfleisch in die Mundhöhle, bildet sich eine sogenannte Zahnfistel (Eitergang) und die Schmerzen lassen nach. Wenn die Entzündung in ein chronisches Stadium übergeht, kann sich eine Zahnzyste bilden. Der Patient hat dabei zwar meist keine Schmerzen, der betroffene Zahn sollte aber in jedem Fall therapiert werden, damit sich die Entzündung nicht ausbreitet."

Und etwas später:
"2. Dumpfer, pulsierender Schmerz - Wenn ein abgestorbener Zahn schmerzt

Bleibt eine Entzündung des Zahnnervs unbehandelt, zerfällt er irgendwann und es stehen keine Abwehrkräfte mehr im Zahninneren zur Verfügung. In die nun schutzlose Zahnwurzel wandern Bakterien ein und breiten sich langsam bis zur Wurzelspitze aus. An der Wurzelspitze treffen die Bakterien wieder auf die Immunabwehr des Körpers und es kommt zu einer Entzündungsreaktion und der Knochen um die Wurzelspitze herum löst sich auf. Der Endodontologe erkennt die Knochenentzündung auf dem Röntgenbild in Form eines dunklen, kreisrunden Schattens um die Wurzelspitze herum.

Auch eine Vitalitätsprobe, bei der ein Kältereiz an den Zahn gesetzt wird, kann hier Aufschluss geben, da abgestorbenes Zahngewebe keine Temperaturreize mehr weiterleiten kann. Nach dem Stadium der akuten Wurzelentzündung mit stark stechenden Schmerzen treten im fortgeschrittenen Stadium nun eher dumpfe Druckschmerzen im Knochenbereich auf. Dies kann zu einem Zahnabszess und einer Fistelbildung führen. In diesem Fall besteht die Gefahr, dass sich Bakterien im gesamten Körper ausbreiten.

In beiden Fällen muss eine Wurzelkanalbehandlung durch einen Endodontologen erfolgen, um den Zahn zu erhalten."


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