Schwindel seit November 2022

Angst Panik Schwindel Forum - Schwindel unklarer Genese

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Patrick250
Beiträge: 3
Registriert: 22.09.2023, 00:22

Schwindel seit November 2022

Beitrag: # 40029Beitrag Patrick250 »

Hallo,
seit einigen Tagen lese ich mir aufgrund seit Ende November 2022 bei mir bestehenden Schwindels und anderen weiteren Symptomen wie beispielsweise Benommenheit, Muskelschwäche bzw. starker Rundrücken/starke Haltungsschwäche, Antriebslosigkeit, Sehstörungen, Konzentrationsstörungen, Atemprobleme und unangenehme Schmerzen im rechten oberen Nackenbereich beim Neigen des Kopfes nach hinten, hier in diesem Forum die Threads und deren Beiträgen durch. Nun möchte ich hier über meine Probleme im Zusammenhang mit dem Schwindel schreiben.

Natürlich war ich auch bei den ambulanten Ärzten (Hausarzt, HNO-Arzt, Augenarzt, Neurologe). Ich war auch in dieser Zeit zweimal bei Chiropraktikern und ließ meinen Nacken ruckartig "einrenken", in der Hoffnung, dass die Beschwerden dann rasch abklingen würden. Leider brachten dieser Maßnahmen ebenfalls keine Besserung der Beschwerden. Ich war dann zur Abklärung meiner Beschwerden fast 1 Woche lang in einem Krankenhaus auf einer neurologischen Station. Es wurden mehrere Untersuchungen wie beispielsweise "normale" MRTs vom Kopf und Nacken gemacht. Am Ende aller Untersuchungen kam dann im KH die Diagnose "Somatisierungsstörung" bzw. "psychosomatische Störung".

Dann war ich im Rahmen einer stationsäquivalenten (häuslichen) Behandlung 6 Wochen lang auf einer Psychiatrie und dann nochmals für 9 Wochen richtig im Krankenhaus auf einer Station für Psychosomatik/Psychotherapie. Dort erhielt ich ein Antidepressivum und ein Neuroleptikum bzw. Antipsychotikum, da meine Beschwerden laut den Ärzten und Therapeuten (angeblich) psychische Ursachen haben. Mittlerweile bin ich wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden, ohne, dass sich meine körperlichen Beschwerden gebessert oder verschwunden sind. Dazu habe ich seitdem auch Nebenwirkungen durch die Medikamente wie beispielsweise verkrampfte/steife Beine beim Laufen und Mundtrockenheit.

Im Krankenhaus auf der psychosomatischen Station erhielt ich auch aufgrund der Nackenschmerzen Physiotherapie bzw. manuelle Therapie, ich auch jetzt weiterhin ambulant in Anspruch nehme. Bis jetzt bringt auch diese Maßnahme kein Erfolg.

Ich war auch mind. 4 mal bei einer Heilpraktikerin, die bei mir die nicht anerkannte Methode Bioresonanztherapie durchführte. Es kam dadurch ebenfalls keine Besserung meiner Symptome.

Als nächstes habe ich vor zum Orthopäden und auch Osteopathen zu gehen, um die Beschwerden weiter abklären bzw. behandeln zu lassen.

Ich persönlich bin von all diesen Arztgängen und Krankenhausaufenthalten sehr enttäuscht. Dabei habe ich mich öfters nicht ernst genommen gefühlt. Ich finde es sehr belastend oft zum Arzt zu gehen ohne, dass zumindestens eine klare Ursache/Diagnose oder Lösung für die Probleme gefunden wird. Dies führt bei mir auch zur sehr großen Verzweiflung, depressionsartige Zustände und Ängste/Sorgen, dass ich nie wieder von diesen Beschwerden befreit werde und folglich auch nicht in der Lage sein werde, ein normales Leben führen zu können. Außenstehende Menschen können dies im besten Fall nur teilweise verstehen. Meine Mitmenschen können meine Ängste/Sorgen eben nur zum Teil nachvollziehen. Meine Mutter sagte, dass es immer weiter geht. Dabei fühle ich mich von ihr nicht wirklich verstanden.

LG
Patrick


Veljhanov
Beiträge: 24
Registriert: 20.09.2007, 10:36

Re: Schwindel seit November 2022

Beitrag: # 40031Beitrag Veljhanov »

Hi Patrick - i feel you ;-)

Ich hab natürlich nicht genau das gleiche, aber ich hatte auch etwas ähnliches. Ich war damals, glaube ich, fast 1 Jahr unterwegs, bis ich für mich die Lösung gefunden hatte.
Wahrscheinlich nicht die Patentlösung, aber vielleicht als kleiner Tipp meine Erkenntnisse von damals:

Wenn kein Arzt was findet, dann ist die Chance wirlich groß, dass es was mit einer Überlastung zu tun hat.
Bei mir damals: Zu viel action im Leben, zu wenig Ruhe, falsche Wohnung, zu wenig Schlaf und zu viel Arbeit.

Ich habe mir damals ein neues Bett gekauft, bin von der Stadt ins grüne gezogen und habe den Fernseher, Laptop und Smartphone öfters mal ausgelassen.
Ich habe meine Arbeit reduziert und sehr viel mehr gechillt.
Auch Parties, saufen etc. habe ich heruntergeschraubt.

Nach ein paar Monaten ging es dann weg.

Es kommt auch jetzt noch ab und zu, und sobald ich das merke, verziehe ich mich auf die couch, schalte das handy aus und gehe früh schafen für ein paar Tage.

Weiß nicht, wie und wo du wohnst aber die Tipps

Bildschirmzeit reduzieren
Parties reduzieren
Mehr Schlaf
Zur Not im Job kürzer treten

sollten immer helfen.
Udo
Moderator
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Re: Schwindel seit November 2022

Beitrag: # 40033Beitrag Udo »

Veljhanov hat geschrieben: 26.09.2023, 09:22
Bildschirmzeit reduzieren
Parties reduzieren
Mehr Schlaf
Zur Not im Job kürzer treten

sollten immer helfen.
:magichklein:

Da ist sicherlich was dran.
Abends geht die Sonne unter, morgens geht sie wieder auf !
rio
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Registriert: 02.03.2004, 08:22

Re: Schwindel seit November 2022

Beitrag: # 40034Beitrag rio »

Im allgemeinen ist das immer eine gute Idee, oder?
Tschüß Atomstrom, es lebe Ökostrom! Durch Lieferantenwechsel bei Strom und Gas Geld sparen.
Patrick250
Beiträge: 3
Registriert: 22.09.2023, 00:22

Re: Schwindel seit November 2022

Beitrag: # 40038Beitrag Patrick250 »

Ich muss mich noch einmal einklinken und schreiben, dass das Symptom "Schwindel" allgemein mit Abstand zu den belastenden und unangenehmsten Symptomen gehören, die es gibt. Dies gilt vor allem für die Betroffenen, die bezüglich diesem Problem trotz vieler Arztbesuche keine (anerkannte) Diagnose und folglich auch keine Hilfe dafür bekommen. Es ist für die Menschen, die dieses Problem nicht haben, verständlicherweise kaum nachvollziehbar, wie belastend und unangenehm das für die Menschen mit dem unklaren Schwindel ist.
rio
Beiträge: 4584
Registriert: 02.03.2004, 08:22

Re: Schwindel seit November 2022

Beitrag: # 40039Beitrag rio »

Wieso einklinken? Ist doch Dein Thema...
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Patrick250
Beiträge: 3
Registriert: 22.09.2023, 00:22

Re: Schwindel seit November 2022

Beitrag: # 40057Beitrag Patrick250 »

rio hat geschrieben: 11.10.2023, 08:16 Wieso einklinken? Ist doch Dein Thema...
Die Oberflächlichkeit der meisten Ärzte bei der Behandlung ihrer Patienten, die sich sowohl aus den vielen Erfahrungsberichten dieses Forums als auch aus meinen persönlichen Erfahrungen ergeben, enttäuscht mich immer wieder. Man wird oft einfach nicht wirklich ernst genommen, wenn die Symptome bzw. Beschwerden nach außen hin nicht sichtbar sind und diese somit dem Arzt nur verbal geschildert oder beschrieben aber nicht dem Arzt gezeigt oder später im Rahmen der Untersuchungen vom Arzt gemessen werden kann. Zu diesen Beschwerden gehören beispielsweise Schwindel, Benommenheit, Müdigkeit, Schwäche und Antrieblosigkeit. Unter diesen Beschwerden leide ich ebenfalls seit längerer Zeit. Diese Fälle führen nicht selten zu einer langen leidvollen Zeit mit vielen Arztbesuchen ohne Diagnose und der folgenden entsprechenden Behandlung oder Therapie. Dagegen hat zum Beispiel ein Mensch mit arterieller Hypertonie mit leichten und nicht sichtbaren oder gar ohne jegliche Krankheitssymptomen einfach leichter vom Arzt ernst genommen zu werden und eine adäquate Behandlung zur wirkungsvollen Behandlung der Symptome zu erhalten. Die fehlende Nachweislichkeit der Beschwerden ist hier leider das große Problem bei chronischen bzw. immer wiederkehrenden Schwindel. Hier hilft leider nur dran bleiben und zu hoffen, dass man früher oder später einen Arzt finden, der die richtige Diagnose und Therapie geben kann.

Mittlerweile habe ich eine noch nicht bestätigte Verdachtsdiagnose erhalten und ich hoffe sehr endlich auf der richtigen Spur zur meiner richtigen Diagnose und Therapie zu sein. Ich hoffe, dass auch ihr in diesem Jahr eine Lösung für die gesundheitlichen Probleme finden werden.
In diesem Sinne wünsche ich allen Leser dieses Threades ein frohes neues Jahr 2024!
rio
Beiträge: 4584
Registriert: 02.03.2004, 08:22

Re: Schwindel seit November 2022

Beitrag: # 40058Beitrag rio »

Mittlerweile habe ich eine noch nicht bestätigte Verdachtsdiagnose erhalten und ich hoffe sehr endlich auf der richtigen Spur zur meiner richtigen Diagnose und Therapie zu sein.
Na, dann auf alle Fälle auch für Dich alles Gute, auf daß die Diagnose in die richtige Richtung führen möge!
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